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Viva la revolución!
Nicht jeder Mensch hat in seinem Leben Freunde wie ich.
Womit ich Freunde meine, denen er ohne jede Einschränkung vertrauen kann. Nicht jeder kann von seinen Freunden zum Beispiel (so wie ich) sagen, dass er nie Angst haben muss, dass sie ihn belügen oder betrügen könnten oder beides.
Meine Freunde haben mir schon seit meiner Kindheit nie was vorgemacht oder so; schon als Kind haben sie mich zum Beispiel nie mitspielen lassen beim Fußball, weil ich für dieses Spiel zu doof war, wie sie mir ehrlich mitteilten. Allerdings haben sie mir erlaubt, den Ball zu holen, wenn er über den Zaun flog; immerhin war das eine verantwortungsvolle Aufgabe, wegen des bissigen Hundes, der auf dem Nachbargrundstück auf Opfer wartete.
Meine Freunde haben mir nie vorgemacht, mich zu mögen, nur um mich auszunutzen. Sie haben mir auch immer geholfen, zwar nicht bei so Gelegenheiten wie einem Umzug oder persönlichen Problemen (weil sie nicht Interesse heucheln wollten, sagten sie), aber indem sie mich vor Dingen warnten, die nicht gut für mich waren: zum Beispiel mit der hübschen Ines vom Nachbardorf zusammen zu sein, die vorgab, sich in mich verliebt zu haben; ich war froh, als sie mir von einem Freund ausgespannt wurde (was dieser aber nicht persönlich meinte, wie er sagte: Ines passte halt besser zu ihm als zu mir).
Meine Freunde begleiteten mich mein ganzes Leben, auch nach der Schulzeit, weil ich meinerseits Freude in ihr Leben brachte. Zum Beispiel indem ich es zuließ, dass sie mal in meiner Wohnung Lagerfeuer machten, obwohl mein Vermieter mich daraufhin verklagte, und ich seit vielen Monaten eine Haftstrafe wegen Brandstiftung absitze (vom Haus ist nämlich wegen der Party damals nichts übrig geblieben). Sie kommen mich auch nicht im Knast besuchen, um mir nicht Sympathie vorzugaukeln, wo halt keine Sympathie ist.
Meine Freunde sind mir aber lieber als meine Feinde, obwohl ich... die Unterschiede... na ja, nicht so genau sagen könnte. Aber es war immer Verlass auf sie, und ich wusste immer, woran ich war mit ihnen. Bevor ich verurteilt wurde verreiste ich gern mit ihnen, weil ich mich wichtig fühlte, wenn ich alle Kosten übernehmen durfte und zum Dank manchmal nicht den Mund verboten bekam.
Kurz vor dem Gefängnis hatte ich eine Frau kennen gelernt, die mich anlog und mir sagte, dass sie mich toll fand. Ich habe sie aber sofort zum Teufel gejagt, das falsche Luder! Mit so jemand würde ich mich nie einlassen. Schließlich weiß ich, wer ich bin.
Oh wie schön, da weiß man
Oh wie schön, da weiß man gar nicht ob man lachen oder weinen muss - beides so nah beineinander!!
Irgendwie ergreifend. Danke.
Irgendwie ergreifend. Danke.
Sehr geehrter Herr
Sehr geehrter Herr Reitz,
ich muss schon eingestehen, dass ich Sie um ihre Freunde und insbesondere deren Loyalität sehr beneide. Es gibt einfach Halt im Leben, wenn man weiß woran und wer man ist!
In meinem Leben gibt es nur einen einzigen Freund - zumindest dachte ich das bislang. Danke, dass Sie mir die Augen geöffnet haben und ich nun endlich richtig einzuschätzen weiß, was es bedeutet, wenn er behauptet mich zu schätzen, zu respektieren und gern Zeit mit mir zu verbringen! Ich werde mir den Burschen alsbald mal zur Brust nehmen...
Sie sagen es. Wenn man im
Sie sagen es. Wenn man im tiefsten Inneren weiß, wer man ist, braucht man auf die Außenwelt nicht mehr zu achten. Die dich mögen sind im Irrtum, die dich verabscheuen, kennen dich wirklich ;-).
Seien Sie freundlich zu Ihrem Freund. Sie haben ihn sich selbst ausgewählt! Und er wird das schätzen!