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Viva la revolución!
Ein Fernsehstudio. Der Moderator im Scheinwerferlicht wartet auf seinen Sensationsgast.
K: Das Dritte Reich war in den letzten Wochen immer wieder Thema kontroverser Diskussionen. Unser heutiger Studiogast ist ein Mann, der wie kein anderer Auskunft über die damalige Zeit geben kann. Viele haben ihn für tot gehalten. Heute ist er exklusiv hier bei uns in der Sendung. Bitte begrüßen Sie mit mir den Zeitzeugen und zu seiner Zeit populären Volkspolitiker Adolf Hitler.
Applaus. Hitler tritt auf, knallt die Hacken zusammen und grüßt mit einem knappen Kopfnicken. Der rechte Arm zuckt und will hochschnellen. Er hält ihn aber mit der linken Hand fest. Er trägt Wehrmachts-Uniform, grauen Feldmantel darüber und eine rote Armbinde mit weißem Kreis, darauf ein schwarzes Euro Zeichen.
K: Guten Abend, Herr Hitler. Schön, dass Sie heute Abend Zeit für uns haben.
H: Gotän Abänd, Härr Kärnär. Änsbäsonderä wönsche äch meinän Volksgänossän und Volksgänossännän einän goten Abänd.
K: Man hielt sie jahrzehntelange für tot. Auch sie haben den Krieg miterleben müssen. Viele Menschen sind damals im schrecklichen Bombeninferno umgekommen. Sie hatten einen Schutzengel. Wie haben sie überlebt?
H: Äm Föhrär-Bonkär. Dann sönd wör Fönfondvierzäg mät dem Taxi nach Woppertal gefahrän. Äva am Steuär ohnä Föhrerschein. Zogfahren gäng 45 ja nächt mehr.
K: Warum sind sie nicht selber gefahren?
H: Weil äch äm offänän Wagän gästanden bän ond gegrößt ond ‚Heil' gärofen habä. Dä ganzän sächshondert Kilometär. Größen se mal sächshondert Kilometär aus däm offänen Wagän. Äch hatte zwei Wochän einän steifen Arm.
K: 1945 muss eine schwierige Zeit für sie gewesen sein. Heute leben sie mit ihrer Frau Eva Braun in einer Dreizimmer-Wohnung in Wuppertal. Vorher hatten sie in der Reichskanzlei hundertmal so viel Platz. Wie wird man mit so einer Umstellung fertig?
H: Manchmal klopft där Nachbar von onten, wänn äch dorchs Wohnzämmer marschierä. Sowas hättä äs än där Reichskanzlei nächt gägäben.
K: Wie haben Sie seit Kriegsende ihren Lebensunterhalt verdient?
H: Äch war nach däm Krieg 20 Jahrä arbeitslos…
K: …und haben keine neue Stelle gefunden! So ging es vielen. Wie oft haben Sie sich beworben?
H: Äch habe mäch bestämmt hondert Mal als Führär beworben. Aber nor Absagän. 1960 wolltä mäch ein treuär Freund als Deutschlährär nach Argäntänien vermätteln. Abär da hattän wär die Wohnong schon abbäzahlt.
K: Womit, wenn ich fragen darf?
H: Wär hattän noch ein bäßchän Nazä Gold auf där Seitä.
K: Wie kommen Sie heute über die Runden?
H: Äch schreibä rägälmäßäg polätischä Kommäntarä för die Bäldzeitong. Ond Äva näht Hakänkreuzfahnän för Holläwood.
K: Aber sie bekommen keine Beamtenpension für Ihren Lebensunterhalt?
H: Noin. Keinen Pfännig.
K: Wie ihnen geht es heute vielen alten Menschen. Nach einem langen Arbeitsleben reicht die Rente nicht. Sie, Herr Hitler, bekommen gar nichts. Obwohl sie zwölf Jahre lang Führer und deutscher Regierungschef waren, fast so lange wie Kohl.
H: Gänau. Das äst einä Riesänsauärei, bei alläm, was äch för diesäs Land gätan habä. Äch möchte däm Härrgott för mäin langäs Läben dankän ond daför, dass äch jätzt mäine ganzä Aufmärksamkeit ond Arbeitskraft där einzigän Aufgabä widmän kann, för die ich seit vielän Jahrän läbä.: dem Schicksalskampf meines Volkäs.
K: Während viele mit 58 in Rente gehen wollen, arbeiten Sie immer noch. Daran könnten sich viele ein Beispiel nehmen. Wenn sie heute altersmilde zurückblicken, was würden sie anders machen? Was halten Sie für den grössten Fehler Ihrer politischen Karriere?
H: Äs gab keinä Fählär! Äch würdä alläs gänauso wieder machän. Abär äch hätte 39, vor däm Krieg, Kropp Aktien kaufän sollän. Ond vor där Kapätolation ein paar Insidergeschäftä machen. Das habä äch versäumt. Das wärft mär Äva heute noch vor. Da mössten wär heute nächt än däsem Rattenloch in Woppertal hausän.
K: Was war das schönste Erlebnis Ihrer Karriere?
H: Mäin schönstäs Ärlebnäs war mein Einmarsch än Wien. Dä jobälndän Mänschänmassän ond so väl Äpfelstrodel omsonst, wä äch wäll.
K: Als sie in Wien waren. Sind sie da auch Riesenrad gefahren?
H: Mät däm Riesänrad? Sänd Sä verröckt? Äch bän nor Äinssiebzäg. Da obän säeht mäch doch keinär.
K: Viele Menschen in ihrem Alter leben im Altersheim. Was hat sie so jung gehalten?
H: Zwei Dängä. Ärstäns mein ongäbrochänär polätäschär Willä, äs dän Ängländern noch mal heimzozahlän. Ond zweitäns natürläch einä gesondä Ärnährung.
K: Auf eine gesunde Ernährung achten immer mehr Menschen in Deutschland. Sie sind Vegetarier. Was isst ein früherer Reichskanzler zum Frühstück?
H: Äch fröhstöcke seit 50 Jahren Möslä mät geriebänäm deutschän Apfel. Ohnä deutschäs Möslä mät geriebänäm deutschän Apfel hätte ich dän Rosslandfäldzug gar nächt dorchgestandän.
K: Seit 50 Jahren Müsli? Das ist bemerkenswert. Da waren sie ihrer Zeit weit voraus.
H: Das kann man wohl sagän. Än jäder Hänsicht. Nähmen Sä alleine die Idää einäs verrreinigtän Europa. Das war meinä Idää. MÄINE ! Äin värrreinigtäs Europa wolltä äch schon vor öber fönfzig Jahrän. Hätte man mäch gälassän, wärä dä Värreinigong Europas väl schnällär gägangän. Abär man hat mär dän Rohm nächt gegönnt.
K: Sie gelten heute als eine der bekanntesten politischen Figuren des 20. Jahrhundert. Sie sind sogar im Wachsfigurenkabinett. Aber auch privat haben sie geschafft, wovon viele Menschen träumen. Sie sind seit Jahrzehnten glücklich verheiratet. Wie geht es ihrer Frau?
H: Got gäht äs ähr. Onsärä gämeinsmän Väsionän haltän sä jong. Ävchen und ich habän vor einigen Jahrän däamantäne Hochzeit gäfeiert.
K: Wie haben sie gefeiert?
H: Wär warän in Polän.
K: Wo in Polen, wenn ich fragen darf?
H: Än Warschau. Das äst ja wiedär ganz schön gewordän.
K: Warschau kenne ich nicht. Da kann ich nichts zu sagen.
H: Das dachtä äch mär. Äch soll Sä öbrägäns von Göbbäls grüßen. Där värpasst keine Sändong. Är äst ein grossär Bäwondärär ährer sännfreiän Rhätoräk.
K: Oh, das ist aber nett. Vielen Dank. Verraten Sie uns zum Abschluß der Sendung noch Ihre eigenen Zukunftspläne? Was haben Sie als Nächstes vor?
H: Äch kaufä mär einän ÄiPod. Dann kann äch jäderzeit mäinä Sportpalast-Rädän anhören, ohnä dass där Nachbar klopft. Ond wänn äch erst weiss, wä ein Äpple Compotär fonktioniert, dann wärdä äch das Änternät mät meinen Redän öberschwämmän ond doch noch zom Härrn därr Wält.
K: Herr Hitler, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
H: Gärnä.
Gobs ägentläch so blöde
Gobs ägentläch so blöde Sicherheitsäbfragen äch schön äm drätten Roich?
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Sollte Äva nicht Kinder gebären, statt Hakenkreuzfahnen zu nähen? Der Werteverfall kennt keine Grenzen!
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Wenn das Angebot aus Hollywood gut genu ist, springt man schon mal über den Schatten. Mit knapp hundert nimmt die Gebärfreudigkeit auch langsam ab.