Der Bettler ist wieder im Kommen

Ja, ich meine diese stinkenden, zerrissenen Gestalten, die die meisten Bürger dieses Landes nur aus den Fußgängerzonen kennen und noch nie einen Cent in den dreckigen Hut geworfen haben. Ich möchte ein wenig Licht ins Dunkel dieses Berufstandes bringen, schließlich kann es jeden erwischen. Vor allem SPD Mitglieder sind gefährdet.


Schließlich haben im ersten Halbjahr dieses Jahres 24.000 Genossen ihre Parteibücher abgegeben, so viele wie im gesamten Vorjahr.
Dämmert es?
Hallo? Immer noch nicht?
Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass es immer mehr Leute in den deutschen Städten gibt, die Sie auf der Straße dumm anmachen und Ihnen an die schwer verdienten Moneten wollen? „Ey Dicker gibst ’en Bier aus?“ oder „Ähhh, Alder hast mal ’nen Euro?“
Jetzt aber!

Klar, dass Sie ihm nichts geben! Dem würde ich auch nichts geben. Lassen sie ihn doch arbeiten für sein Geld. Ups. Arbeit?
„Ich bin arbeitslos und habe Frau und Kinder. Alle schwanger.“
Na und? Ist das meine Schuld, werden Sie sich denken und weitergehen. Natürlich nicht, aber es kann auch Sie treffen. Bei diesen Politikern, egal aus welcher Partei, kommt so etwas schneller als man denkt.

Das Betteln ist eigentlich eher eine Berufung, für manche eine Kunst. Die dumpfe Gier ist der einzige Trieb, der sie beseelt. Oft sind es Alkoholiker die, vom „Stoff“ schwer gezeichnet, einfach in der Innenstadt herumsitzen und sich ihre Sucht durch Betteln finanzieren.

Ekelhaft, denken Sie.
Natürlich. Die Bettler müssen etwas dafür tun, dass sich der Hut füllt. Einfach auf dem dreckigen Hintern zu sitzen und auf die Kohle zu warten, bringt nichts. Sie müssen glaubwürdig mit ausgestreckter Hand auf das Opfer zugehen, am besten mit Tränen in den Augen, und mindestens zwei Krebsgeschwüre haben. Oder ihre Mutter hat AIDS, der Vater TBC, der Opa drei Herzinfarkte gleichzeitig und die Oma einen Hirntumor. Da schießen Ihnen sicher die Tränen in die Augen. Wenn Ihnen trotzdem keine Tränen kommen, denken Sie nur an ihre Termine beim Arbeits- oder Sozialamt.
Klappt nicht?

Vielleicht verfügen Sie über eine abgeschlossene Theaterausbildung? Dann haben Sie Glück gehabt und die Leute fallen auf sie herein. Da aber bei diesem Berufsstand die Konkurrenz auf der Straße besonderes groß ist, wäre es gut, über eine offensichtliche Behinderung zu verfügen. Wenn Sie blind, taub oder dumm sind, wird das erbettelte Geld für ein Essen in der Mensa schon reichen. Wenn Sie mehr wollen, sollten Sie hinken oder sich den Fuß so verdrehen können, dass die Zehen in Richtung ihres Hinterteiles zeigen. Am besten schneiden Sie sich noch ein paar Finger ab (natürlich wäre eine ganze Hand besser), und mit der anderen erwischen Sie die Hand des Opfers und lassen es nicht mehr frei. Jetzt müssen Sie zu zittern anfangen, am besten mit dem ganzen Körper, die Lippen müssen zucken und die Tränen aus den Augen schießen.

Ja, denken Sie ruhig an die im letzten Jahr gezahlten Unterhaltskosten, dann ladet man Sie vielleicht sogar zum Essen ein.
Sie erinnern sich?
Feste Nahrung! Die hätten Sie gesichert, wenn Sie ihrem Kind zwei Nummern zu kleine Schuhe anziehen, eine Hand brechen, das Kind windelweich prügeln (vor allem ins Gesicht schlagen, das bringt 100 % mehr, da man die Wunden noch lange sehen kann) und es eine Woche hungern lassen. Dann stellen Sie es am besten vor einem Imbiss ab und gehen ihrer Wege. Sie werden sehen, es lohnt sich. Vor allem wenn der/die Kleine mit großen Augen jeden Bissen verfolgt und andauernd schluckt. Da bleibt kein Auge trocken.

Aber wem sage ich das, mittlerweile sind Sie Experte geworden. Oder?
Wenn nicht, dann stellen Sie sich in die Fußgängerzone, holen ihr SPD Parteibuch heraus und verbrennen es öffentlich. Sie werden sehen, es reicht für einen langen Urlaub in der Karibik.