Autorenprofil Helmut Pöll

Helmut Pöll
Helmut Pöll, geboren 1964 in Moosburg/Isar, war Redakteur bei einer bayerischen Tageszeitung.

Heute arbeitet er in der IT-Branche und schreibt u.a. für PALASTREVOLUTION. - Und wenn Sie einmal das Verlangen haben sollten, einen Roman zu lesen, bei dem es um intelligente Straßenkehrmaschinen geht, die Schoßhunde umbringen, dann sollten Sie unbedingt Helmut Pölls Roman

Der Schosshunddestruktor

lesen, der im Berliner Elfenbein-Verlag erschienen ist.

Alle Artikel dieses Autors:

Mein Klavier Helga

Ich komponiere seit Jahren heimlich barocke Sonette für den Wiener Opernball, deren Melodie sich streng am chinesischen Horoskop orientiert. Durch eine ungünstige Konstellation der Gestirne haben meine bahnbrechenden Tondichtungen aber bis heute noch nicht ihren Triumphzug durch die Welt antreten können.

Mein Klavier Helga

Ich komponiere seit Jahren heimlich barocke Sonette für den Wiener Opernball, deren Melodie sich streng am chinesischen Horoskop orientiert. Durch eine ungünstige Konstellation der Gestirne haben meine bahnbrechenden Tondichtungen aber bis heute noch nicht ihren Triumphzug durch die Welt antreten können.

Maria kam nur bis zur Aldi-Kasse

Zeit meines Lebens habe ich mich von religiösen Dingen fern gehalten, weil ich an keinen Gott glauben kann, der mich zwei Stunden lang meine verlegte Fernseh-Fernsteuerung nicht finden lässt, so dass mein Lieblingskrimi nur einen Knopfdruck entfernt ohne mich dem Showdown entgegenflimmert.

Trotzdem bin ich nun wieder reumütig in den Schoss der Heiligen Mutter Kirche zurückgekehrt, weil ich neulich an der Kasse bei Aldi eine Marienerscheinung hatte.

Mein himmlisches Mixgerät

Seminare zur Gewinnoptimierung, zu denen Arbeitgeber unwillige Mitarbeiter gerne senden, sind nur für den Uneingeweihten unsinniger und hysterischer Hokuspokus. Dabei muss ich zugeben, dass auch ich mich lange Jahre zu den Pharisäern gesellt habe. Ich habe, ungerechterweise, die Leiter solcher Seminare immer als überflüssige Esser auf einer überbevölkerten Kugel betrachtet.

Meerfahrt mit PostIt

Im inneren Zirkel meines Freundeskreises gelte ich aufgrund gelegentlicher Soupers, zu denen ich am Sonntagabend vor dem Hauptfilm um 20 Uhr lade, als große kulinarische Hoffnung im Viertel. Und wäre ich zwanzig Jahre jünger, würde man mir gewiss eine Karriere als Koch unterstellen und als Gerücht in die Welt bringen. Bis ich vielleicht entnervt, aufgrund dieses schlechten Karmas, tatsächlich eine Lehre in einer zugigen Küche beginnen müsste.